Junge Liste ĂŒberreicht 250 Euro an die Eberner Tafel

Statt Plakatierung sinnvolle Spende

Die 20 Stadtratskandidaten der „Jungen Liste Ebern und Umgebung“ (JL) haben sich in der Zeit der Wahlwerbung bis zum 16. MĂ€rz bewusst gegen Straßenplakatierungen im Stadtgebiet entschieden und stattdessen Wert darauf gelegt, Geld, das sie fĂŒr die Plakate ausgegeben hĂ€tten, einer sozialen Einrichtung in Ebern zu spenden. Hier sollte man erwĂ€hnen, dass die Kandidaten der Jungen Liste ihren kompletten “Wahlkampf” selbst finanzieren und ebenfalls diese Spende. Die Eberner Tafel erhĂ€lt somit 250 Euro in Form von Essensgutscheinen und zeigt sich wegen der Initiative dankbar. Ein Stadtratsantrag der Jungen Liste, der zum Ziel hatte, die Plakatierungen der Parteien und WĂ€hlergruppen zu begrenzen und an zentralen Orten im Stadtgebiet an Anschlagtafeln wegen des Ortsbildes und der Verkehrssicherheit zu bĂŒndeln, wurde vom Stadtparlament an den Umwelt- und Bauausschuss verwiesen. Eine Beratung und entsprechende BeschlĂŒsse in dem Ausschuss stehen noch aus. Wer sich dennoch in der Eberner Altstadt ĂŒber die Kandidaten der Jungen Liste informieren möchte, kann einen Blick in das Schaufenster der ehemaligen Metzgerei-Filiale am Stadtberg werfen oder bequem im Internet auf www.jl-ebern.de surfen.

Spende an die Eberner Tafel

Die Kandidaten zur Stadtratswahl (im Bild: Rainer Schor, Martin Ankenbrand, Sebastian Stastny, Philip Ullrich, Christian Giebfried, Kilian Schumann, Katrin Wolter, Max Arndt, Isabell Kuhn und Rainer Kaffer) von der Jungen Liste ĂŒberreichen Essensgutscheine im Wert von 250  Euro an die Eberner Tafel. Bewusst wurde auf Straßenplakatierungen im Stadtgebiet verzichtet.

Junge Liste will vielfach neue Wege gehen

Statt Plakatierungen Spende an Tafel – Neue Form des Neujahrsempfangs der Stadt?

Beim letzten Treffen des Wahlkampfteams der Jungen Liste Ebern und Umgebung (JL) konnte Vorsitzender Rainer Kaffer von durchweg positiven RĂŒckmeldungen aus der Bevölkerung zur Zusammensetzung der vollen JL-Kandidatenliste und zur Online-Petitions-Initiative wegen der Heubacher Kreuzung im Stadtrat berichten. Auch der offene Brief an die neue Parlamentarische StaatssekretĂ€rin im Verkehrsministerium, Dorothee BĂ€r, sei richtig gewesen. Eine Antwort stehe jedoch noch aus. „Die Leute trauen uns Jungen schon Einiges zu“, so der Eyrichshofer Ortssprecher. „Man spĂŒrt, dass in der Bevölkerung der Wunsch nach einem Generationswechsel mit neuem Politikstil im Stadtrat stark vorhanden ist“, war sich der Vorsitzende sicher.

Im Vorfeld der Kommunalwahlen am 16. MĂ€rz werde die Junge Liste eigene Veranstaltungen anbieten und die Bevölkerung einladen, um sich unmittelbar informieren zu können. „Wir kommen dabei gezielt in die Stadtteile, um mit den BĂŒrgern die Zukunft von Ebern diskutieren zu können“, erklĂ€rte dazu Matthias Becht, Ortssprecher in Vorbach. Erster Termin der Informationsabende der Jungen Liste ist Montag, 27. Januar, 19.30 Uhr, im Feuerwehrhaus Eyrichshof.

Zudem verstĂ€ndigte sich die Kandidatenmannschaft der jungen Kommunalpolitiker darauf, auf Plakatierungen im Stadtgebiet vor der Stadtratswahl bewusst zu verzichten. Der Vorschlag, der von Rainer Schor und Martin Ankenbrand eingebracht worden war, stieß auf einhellige UnterstĂŒtzung. Dritter BĂŒrgermeister Sebastian Stastny erinnerte dabei an einen der letzten AntrĂ€ge der JL-Fraktion im Stadtrat, wonach die Plakatierungen von Parteien im Stadtgebiet zugunsten des Stadtbilds und der Verkehrssicherheit ohnehin eingeschrĂ€nkt werden sollen. Die weitere Behandlung dieses Antrags wurde dem Umwelt- und Bauausschuss des Stadtrats ĂŒberlassen. „Das Geld, das wir fĂŒr Plakate ausgegeben hĂ€tten, spenden wir an die Eberner Tafel“, sagte StadtrĂ€tin Isabell Kuhn, die auch Sozialbeauftragte der Stadt ist.

Sebastian Stastny schlug der JL-Runde darĂŒber hinaus vor, sich im neuen Stadtrat und beim neuen BĂŒrgermeister fĂŒr eine andere Art von Neujahrsempfang der Stadt in Zukunft stark zu machen. „Das Zeiler oder Haßfurter Vorbild erscheint mir sehr attraktiv“, so Stastny. Anstatt eines vergleichsweise kleinen, exklusiven Kreises an BĂŒrgern, bei dem der BĂŒrgermeister festlegt, wen er dabei haben möchte und wen nicht, sei es in der heutigen Zeit angebrachter und moderner, die gesamte Bevölkerung willkommen zu heißen und auf das neue Jahr gemeinsam anzustoßen. Der neue BĂŒrgermeister könne kurz nach Silvester zusammen mit Vertretern der Kirchen, der TWG und des Kulturrings auf dem Marktplatz bei musikalischer Umrahmung des Blasorchesters oder der Jugendblaskapelle Unterpreppach eine kurze Ansprache halten. „Die GlĂŒhweinbuden könnten dann bis zum 1. Januar stehen bleiben“, meinte spontan Sonja Weingold. Auch Patricia Walter begrĂŒĂŸte die Idee und machte sich ĂŒber das leibliche Wohl Gedanken: „Das könnten Vereine ĂŒbernehmen oder es wĂ€re Sponsoring Eberner Unternehmen möglich.“ Der Stadt kĂ€me so eine Art von Neujahrsempfang unter UmstĂ€nden sogar gĂŒnstiger als bisher, ĂŒberlegte Thomas MĂŒller. „Das wĂ€re auf jeden Fall eine wertvolle Investition in das Wir-GefĂŒhl in Ebern“, so Sebastian Stastny, „denn alle BĂŒrger aller Generationen wĂ€ren eingeladen.“ Man mĂŒsse dabei auch auf Ehrungen nicht verzichten. Ein separater Ehrenabend der Stadt wĂ€re jedoch wertiger, um die Leistungen der Geehrten nicht im Empfang unter gehen zu lassen. Die bisherige Veranstaltungsform des Neujahrsempfangs der Stadt stamme noch aus Bundeswehr-Zeiten und sei lĂ€ngst ĂŒberholt, waren sich die Stadtratskandidaten der Jungen Liste einig. Ein Empfang mit „Event-Charakter“, wie er in Zeil oder Haßfurt aufgezogen werde und wo jedes Jahr mehrere hundert BĂŒrger die MarktplĂ€tze aufsuchen, stĂŒnde der Stadt Ebern auch nicht schlecht zu Gesicht.